9.Mitgliederversammlung des VFA

Gepostet von am 25 Okt 2005 in Artikel | Keine Kommentare

9.Mitgliederversammlung des VFA

In seinem Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtete der Vorstand insbesondere über seine Sitzung am 21. und 22. Mai 2005 in Hortobágy, Ungarn, in dessen Verlauf – neben Herden der Ungarischen Steppenrinder und Wasserbüffel – das Förderprojekt des Kölner Zoos zur Ansiedlung der rückgezüchteten Auerochsen im „Hortobágy National Park“ besucht und begutachtet wurde. Anlässlich der Tagung in Ungarn war ausführlich über die Entwicklung des VFA, dessen Internetauftritt, die beabsichtigte Kooperation mit Naturschutz- und Landschaftspflegeverbänden, wie auch über die Entwicklung des Auerochsenbestandes in Europa beraten worden. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, beschloss der Vorstand seinen Mitgliedern die Wahl von Landesvertretern für alle deutschen Bundesländer wie auch Ländervertreter für die europäischen Länder – vornehmlich die deutschsprachigen – zu empfehlen.

Ein erster Schritt zur Wahl von Landesvertretern, die dem Beirat angegliedert werden, wurde bei der Mitgliederversammlung in Moos unternommen. Zunächst wurden Landesvertreter für Niedersachsen und Bremen, Rheinland-Pfalz und Saarland, Sachsen sowie Schleswig-Holstein und Hamburg gewählt, die dem Vorstand bei der Vertretung des VFA in den jeweiligen Bundesländern, der erforderlichen Koordination und Kooperation zur Seite stehen. Kandidaten die bereit sind in weiteren Bundesländern entsprechende Vertretungs- und Koordinationsaufgaben wahrzunehmen, können sich beim Vorstand unter Kontakt melden.

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die Entwicklung des Zuchtbuches und der Zuchtsoftware Ursoft, über die jeweils genauere und aktuelle Informationen auf der Internetseite des VFA zu finden sind. Nach dem Bericht des Schatzmeisters und der Kassenprüferinnen wurde der Vorstand einstimmig entlastet und anschließend das Zuchtbuch 2005 vorgestellt. Das Zuchtbuch 2005 ist in einer Erstauflage erschienen und wird in einer Zweitauflage ergänzt und dann im Internet veröffentlicht.
Vor der Mittagspause hatten zwei namhafte Künstler, Frau Veronica Clemens und Herr Daniel Kufner das Wort und erläuterten ihre jeweils spontan  organisierte Ausstellung über Darstellungen des Auerochsen, die von den Tagungsteilnehmern mit großem Beifall aufgenommen wurden.
Nach der Mittagspause führte das Beiratsmitglied Gregor Frisch nochmals in den Gebrauch der Zuchtsoftware Ursoft ein und erläuterte u.a. anhand von Beispielen deren Einsatz zum Export des eigenen Auerochsenbestandes in das Zuchtbuch. Aufgrund immer wieder auftretender Fragen beabsichtigt der Verein Seminare zum Gebrauch der Ursoft und die Vermittlung der individuellen Einrichtung der Software für Züchter anzubieten.

Im Anschluss informierte der Leiter des Infohauses, Herr Dipl. Ing. (FH) Thomas Schoger-Ohnweiler über die für Sonntag, den 9. Oktober geplante Führung durch das „Mündungsgebiet der Isar“, eine Auenlandschaft von europaweiter Bedeutung. Nach einem weiteren, einführenden Bericht des Projektleiters für das Landschaftspflegeprojekt des Landkreises Deggendorf, Herrn Dipl. Ing. (FH) Franz Schöllhorn und einer Kaffeepause begaben sich die Tagungsteilnehmer auf eine hierfür errichtete Besichtigungsplattform und wurden dort über die Geschichte und weiteren Ziele des Beweidungsprojektes ausführlich informiert.

Abends trafen sich die Teilnehmer zu einem deftigen Abendessen und einer gemütlichen Aussprache über die Tageserlebnisse in der Schlosswirtschaft von Moos. Am Sonntag, den 9. Oktober führte Herr Schoger-Ohnweiler Gäste, Mitglieder und Vorstand durch die Auenlandschaft an der Isarmündung und zum Abschluss nochmals auf die Weidefläche der Auerochsen, die die Besucher mit Argwohn begutachteten und sich vorsichtshalber in abgelegenere Bereiche der Weideflächen zurückzogen.

Nach einer gelungenen Tagung fuhren die Teilnehmer mit vielen neuen Eindrücken und positiven Aussichten auf die Entwicklung der Auerochsenzucht in alle Richtungen nach Hause. Auch die Gäste der Tagung, die bis aus Österreich kamen, waren beeindruckt und einige entschlossen sich deshalb dem Verein als Fördermitglieder beizutreten oder ihr eigenes Projekt zum Aufbau einer Auerochsenherde nach den Kriterien des VFA zu verwirklichen.

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